Die Bayrischen Spezialitäten

Ein wenig Geschichte

Die Bayerische Küche umfasst viele Fleisch- und Knödelgerichte und verwendet oft Mehl. Aufgrund seiner ländlichen Bedingungen und des kalten Klimas sind in Bayern nur Getreide, sowie Rüben und Kartoffeln gut anzubauen, die in der deutschen Ernährung eine wichtige Rolle spielen.
Die bayerischen Herzöge, vor allem die Familie Wittelsbach, entwickelten die Bayerische Küche und veredelten sie, um sie dem Königshof zugänglich zu machen. Seit dem 19. Jahrhundert gehörte diese Küche wohlhabenden Haushalten, vor allem in den Städten. Die (alte) Bayerische Küche ist eng mit der tschechischen Küche und der österreichischen Küche (vor allem aus Tirol und Salzburg) verbunden, besonders durch die Wittelsbacher und habsburgischen Familien. Schon zu Beginn waren die Bayern durch sprachliche, kulturelle und politische Gemeinsamkeiten eng mit ihren Nachbarn in Österreich verbunden, was sich auch in der Küche widerspiegelt.
Eine charakteristische Bayerische Küche wurde von beiden Gruppen weiterentwickelt, mit einer deutlichen Ähnlichkeit zur fränkischen und schwäbischen Küche. Eine bayerische Spezialität ist die Brotzeit, eine schmackhafte Zwischenmahlzeit, die ursprünglich zwischen Frühstück und Mittagessen gegessen wurde.

Traditionelle Gerichte

In den damaligen bayerischen Kochbüchern wurden sowohl ländliche als auch von der französischen Küche inspirierte Gerichte veröffentlicht. Die Kochbücher konzentrierten sich auf Gerichte aus Mehl und Knödel. Für die “normalen” Leute, sogar die, die in den Städten lebten, war Fleisch normalerweise nur für Sonntage reserviert.
Die Kochbücher des 19. Jahrhunderts enthalten viele Rezepte für Suppen mit Knödel. Die Fleischrezepte basierten hauptsächlich auf Rindfleisch, wo gekochtes Rindfleisch für alltägliche Mahlzeiten verwendet wurde. Im Fall von Schweinefleisch spielte das Spanferkel eine große Rolle.
Knödel und Nudeln waren ein traditionelles festliches Gericht in Bayern. Im späten 19. Jahrhundert war gehacktes Schweinefleisch mit Knödeln ein typisch bayerisches Regionalgericht. Die Münchner Weißwurst wurde erst 1857 ”erfunden”. In den Kochbüchern gab es nur wenige Rezepte für gemischtes Gemüse, Eintöpfe spielten kaum eine Rolle, aber der Pichelsteiner Eintopf soll 1847 in Ostbayern eingeführt worden sein. Gemüse, das die meisten Bayern normalerweise aßen, waren Sauerkraut und Rüben. Französisch beeinflusste Gerichte waren Ragouts, Frikassees und Böfflamott (Boeuf à la Mode), eingelegtes und mariniertes Rindfleisch. Dies war meist nur dem Adel vorbehalten, wurde aber später auch in die Küche gewöhnlicher Menschen übernommen.

Münchner Küche

Die Alltagsküche der Bürger der Landeshauptstadt München unterschied sich etwas von der der Landbevölkerung, insbesondere durch den höheren Fleischkonsum. In der Stadt konnten sich mehr Menschen Rindfleisch leisten, und an Festtagen wurde Kalbsbraten bevorzugt. Von 1840 bis 1841 wurden bei München mit rund 83.000 Einwohnern insgesamt 76.979 Kälber geschlachtet, statistisch etwa ein Kalb pro Einwohner. Die Anzahl der geschlachteten Kühe betrug etwa 20.000. Bratwürste von Rindfleisch waren besonders beliebt. Im 19. Jahrhundert wurden Kartoffeln auch als Teil der Bayerischen Küche akzeptiert, aber sie konnten die Popularität von den Dampfnudel nicht ersetzen.
Die typische fleischorientierte Münchner Küche wurde von anderen nicht immer akzeptiert. Ein Autor schrieb in einer Publikation von 1907 über München: ”Die Münchner Küche basiert auf dem Hauptgedanken des” ewigen Kalbes ”. In keiner anderen Stadt der Welt wird so viel Kalb gegessen wie in München.

Typische Gerichte

Delikatessen (süss):

  • Germknödel mit Vanillesoße
  • Apfelküchenl
  • Bratapfel
  • Dampfnudel
  • Kaiserschmarrn
  • Germknödel

Snacks:

  • Obatzter
  • Bretzeln
  • Kartoffelkäse

Hauptgerichte:

  • Steckerlfisch mit Kartoffelsalat
  • Saures Lüngerl
  • Schweinebraten mit Kartoffelknödel oder Semmelknödel
  • Surbraten, geröstetes Schweinefleisch oder Haxe
  • Krustenbraten
  • Tellerfleisch
  • Schweinsbraten – Ein traditionelles bayerisches Schweinebraten Gericht, das in Oberbayern üblich ist
  • Schweinshaxe
  • Sauerbraten
  • Pichelsteiner
  • Kalbsvögerl
  • Kesselfleisch
  • Reiberdatschi
  • Fingernudeln
  • Schupfnudeln
  • Schmalznudeln
  • Rohrnudeln
  • Bröselschmarrn
  • Fleischpflanzerl
  • Kohlröllchen
  • Spanferkel
  • Bröselbart
  • Käsespätzle

Desserts:

  • Gugelhupf
  • Schwarzwälder Kirschtorte
  • Prinzregententorte
  • Topfenstrudel
  • Milchrahmstrudel (Millirahmstrudel)
  • Zwetschgendatschi

Ich glaube, bei diesen Gerichten läuft jedem das Wasser im Mund zusammen!